Gipshöhle Heimkehle
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| Heimkehle
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Die Heimkehle liegt an der Straße von Stolberg nach Berga/Kelbra und ist die größte Gipshöhle Europas. Das Gipskartonwerk ist nicht weit. Kiosk und Wirtschaft am kostenlosen Parkplatz. Eingang direkt neben dem Parkplatz. Auf einem etwa 700 Meter langen Rundgang geht der Besucher durch schmale Gänge und große, bis zu 20 Meter hohe Hallen. Einige Abschnitte des Weges führen durch künstliche Stollen. Die Höhle besitzt viele Seen und beherbergt ungewöhnliche Tiere. Im Tyrasee kann mit Unterwasserscheinwerfern ein Teil der unterirdischen Fortsetzung des Sees beleuchtet werden - ein eindrucksvolles Erlebnis. In der Führung ist auch eine Lasershow inbegriffen.
Etwas gruselig, da Zwangsarbeiter hier Junkers Flugzeuge (aus Dessau ausgelagert) während des Krieges bauen mußten. Gips (Anhydrit) macht Wasser türkis. Die Höhle kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Obwohl schon seit dem Mittelalter bekannt, wurde sie erst 1920 für Besucher zugänglich gemacht. Im zweiten Weltkrieg errichtete man in der Höhle eine Rüstungsfabrik, in welcher Häftlinge des Konzentrationslagers Dora arbeiten mußten. Ein großer Teil der Seen wurde dafür zubetoniert. Die kalte und feuchte Luft machte dabei Mensch und Material gleichermaßen zu schaffen - ein Tod auf Raten. Nach dem Krieg versuchten die alliierten Siegermächte, die Höhle mitsamt aller Kriegstechnik durch Sprengungen komplett zu zerstören, was aber
auch hier nur ansatzweise gelang. Noch heute verrotten in längst vergessenen Nebengrotten die Kriegsmaschinen der Junkers-Werke.
Zu Beginn der 50er Jahre wurde die Heimkehle restauriert und an einigen Stellen Stützmauern eingezogen. Die Betonflächen wurden größtenteils wieder entfernt. Seit dem Jahr 1954 ist die Höhle wieder für Besucher geöffnet.
Im Internet: http://www.mathias-online.de/heimkehle.htm
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